Wir alle möchten uns gerne lebendig, präsent, leicht, sicher und geborgen und geliebt fühlen. Viele unserer alltäglichen Entscheidungen treffen wir unbewusst so, damit sich diese Gefühle einstellen. Haben wir diese Gefühle nicht oder nicht mehr oder nicht genug, geht es uns meist nicht mehr gut oder wir kompensieren es mit meist langfristig ungesundem Verhalten.
Wenn dir das nicht bewusst ist, passiert es trotzdem. Dein Körper mit seinem autonomen Nervensystem ist intelligent und sendet dir die notwendigen Signale, um deine Entscheidungen zu beeinflussen, die dann wieder diese Gefühle hervorrufen sollen. Der Atem ist Teil dieses autonomen Nervensystems und signalisiert uns auch, was in uns passiert. Doch häufig setzen wir uns über die Signale unseres Körpers hinweg oder haben verlernt hinzuhören, was uns unser Körper signalisiert.
Zudem ist die persönliche Realität oft komplizierter. Denn wir sind nicht nur dazu da, bestimmte Gefühle hervorzurufen. Es gibt auch noch äußere Umstände, Krankheiten, Beziehungen, Verpflichtungen, Verantwortlichkeiten, etc. Und wir sind normalerweise nicht tagein tagaus damit beschäftigt in uns hinein zu spüren, um zu wissen was gerade richtig und wichtig für uns wäre.
Bewusstsein entwickeln
Mit dem Atem ist es möglich, ein Bewusstsein für den Ist-Zustand unseres autonomen Nervensystems zu schaffen und durch gezielte Techniken eine Veränderung herbeizuführen. Damit wird auch unsere Erfahrung in jedem Moment anders. Anders fühlen, anders reagieren, anders sein.
Den Atem tragen wir immer bei uns. Vom ersten bis zum letzten Moment unseres Lebens. Deshalb ist er ein so kostbarer Teil von uns, der es wert ist, ihn genauer kennen zu lernen.